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Unsterblichkeit für alle

groys_neuemenschheit-2Das HKW zeigt demnächst eine Ausstellung über den Russischen Kosmismus. Darin mischten sich Marxismus, Technik und Religion. Der Künstler Anton Vidokle weiß mehr. Weiter zum Artikel auf Tagesspiegel-Online vom 24.08.17 über die Berliner Ausstellung, die am 31. August eröffnet wird. Siehe dazu auch das Buch von Boris Groys: Die Neue Menschheit: Biopolitische Utopien in Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts, der die begleitende Konferenz vom 1. bis zum 2. September kuratiert.

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  1. Pressespiegel

    Die Ausstellung läuft nur noch bis zum 3. Oktober und wird am Tag der Deutschen Einheit mit einer Finissage in Form eines Konzertes ab 20 Uhr beendet:

    Dorit Chrysler & Carsten Nicolai: Sieg über den Tod!
    Experimentelle Oper konzipiert von Anton Vidokle
    „Zur Finissage von Art Without Death präsentieren Dorit Chrysler und Carsten Nicolai ein von den Ideen des Russischen Kosmismus inspiriertes neues Werk mit einer digitalen Übersetzung von Klängen in visuelle Muster." (Ausstellungstext)

    Die Ausstellung wird an diesem Tag bis 22 Uhr verlängert. Eintritt/Kombiticket 10,00 Euro, ermässigt 8,00.

    Schon zwei Tage zuvor, am Sonntag d. 1. Oktober, 15 Uhr, findet eine Buchvorstellung zum Buch „Art Without Death: Conversations on Russian Cosmism" statt, inklusive Ausstellungsführung in englischer Sprache. Der Eintritt ist frei.

    Hier noch ein Pressespiegel der Artikel, die im Laufe der letzten Wochen über die Ausstellung erschienen sind:

    (24.08.)
    Unsterblichkeit für alle
    Kolonien auf anderen Planeten bräuchte schon, wenn wir alle Menschen wiederbeleben, die es jemals gab. Art Without Death: Russischer Kosmismus rückt die Avantgarden in ein neues Licht:

    (Der Artikel aus dem Berliner Stadtmagazin tip Nr. 18/2017 ist bislang noch nicht im Netz verfügbar.)

    (31.08.)
    Unsterblichkeit für alle!
    Boris Groys im Gespräch mit Timo Grampes:

    http://www.deutschlandfunkkultur.de/ausstellung-ueber-russischen-kosmismus-unsterblichkeit-fuer.2156.de.html?dram:article_id=394798

    Zurück in die Zukunft
    Ewige Jugend und das All für alle – das waren die Forderungen der russischen "Kosmisten", denen im Berliner Haus der Kulturen der Welt eine Ausstellung gewidmet ist. Ein Gespräch mit Kurator Boris Groys über Malewitschs Architektur-Visionen, das wahre Wesen der Utopie und ein Leben in der sowjetischen Belle Epoque:

    http://www.art-magazin.de/kunst/21065-rtkl-interview-mit-boris-groys-zurueck-die-zukunft

    (03.09.)
    Kunst ohne Tod: Transhumanismus auf Russisch
    Das Berliner Haus der Kulturen der Welt zeigt die Ausstellung "Art Without Death: Russischer Kosmismus". Die beleuchtet eine geistige Strömung, die seit der Zarenzeit die Erneuerung des Menschen propagierte und auch in die Raumfahrt ausstrahlte:

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Kunst-ohne-Tod-Transhumanismus-auf-Russisch-3820086.html

    (06.09.)
    Sozialismus - das ist Sieg über den Tod
    Eine Ausstellung im HKW erinnert an den russischen Kosmismus:

    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1062850.sozialismus-das-ist-sieg-ueber-den-tod.html

    (11.09.)
    Sieg über die Sonne
    Warum sterben? Das Haus der Kulturen der Welt feiert in der Ausstellung „Art without Death" die Utopien des russischen Kosmismus:

    http://www.tagesspiegel.de/kultur/russischer-kosmismus-im-hkw-sieg-ueber-die-sonne/20302790.html

    (13.09.)
    Die Avantgarde wollte Auferstehung für alle
    Zwei Ausstellungen über den Traum vom ewigen Leben:

    http://www.zeit.de/2017/38/russischer-kosmismus-hkw-berlin-freiburg-kunstverein

    (14.09.)
    Untot im Weltraum
    Ewiges Leben, freies Schweben - die Forderungen der russischen Kosmisten waren radikal, stringent und im Westen ziemlich unbekannt. Eine Ausstellung in Berlin zeigt jetzt ihre Aktualität: (kostenpflichtig)

    http://www.sueddeutsche.de/kultur/russischer-kosmismus-untot-im-weltraum-1.3666901?reduced=true

    (15.09.)
    Sehnsucht nach Unsterblichkeit
    Die Ausstellung zum russischen Kosmismus im Berliner Haus der Kulturen der Welt bleibt unter ihren Möglichkeiten:

    http://www.fr.de/kultur/kunst/berliner-haus-der-kulturen-sehnsucht-nach-unsterblichkeit-a-1351457

    (24.09.)
    Durch das Schwarze Quadrat in den Kosmos
    Der russische Kosmismus verspricht Unsterblichkeit. Doch am Ende steht die alte Erfahrung: Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang:

    https://www.heise.de/tp/features/Reise-durch-das-Schwarze-Quadrat-in-den-Kosmos-3827318.html

    Konferenz:
    Die (sehr) umfangreichen Audio- und Videomitschnitte (zumeist in englischer Sprache) der Konferenzvorträge vom 1. und 2. September 2017 finden sich unter folgendem Link:

    https://hkw.de/de/app/mediathek/project/129342-art-without-death-russischer-kosmismus

    Siehe auch noch folgende Buchbesprechung auf literaturkritik.de schon von Mai 2006 zum Buch von Boris Groys/Michael Hagemeister „Die Neue Menschheit. Biopolitische Utopien in Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts":

    Lasst uns den Tod abschaffen!
    Biopolitische Utopien fielen im revolutionären Russland des frühen zwanzigsten Jahrhunderts auf fruchtbaren Boden, wie ein Sammelband zeigt:

    http://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=9547

    Der russische Kosmismus bildet auch einen zentralen Schwerpunkt in der Freiburger Immortalismus-Ausstellung, die aber stärkere Bezüge zu aktuellen Entwicklungen herstellt. Sie läuft noch bis zum 29. Oktober 2017:

    http://www.forever-magazin.de/2017/09/im-freiburger-kunstverein-ist-die-ausstellung-immortalismus-zu-sehen/
    http://www.kunstvereinfreiburg.de/htmldocs/programm_ausstellung_aktuell.htm

  2. Schließlich seien auch noch diese beiden Besprechungen zur Kosmismus-Ausstellung nachgetragen:

    Frischzellenkur
    Raumstation Malewitsch (1.10.)
    Im späten 19. Jahrhundert forderte der Russische Kosmismus die physische Unsterblichkeit. In Berlin wird sein Nachleben jetzt ausgelotet:

    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/raumstation-malewitsch

    Kosmismus
    Unsterblichkeit auf der Tagesordnung (31.8.)
    HKW-Ausstellung: In Russland träumte die künstlerisch-wissenschaftliche Avantgarde der „Immortalisten" zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom ewigen Leben und der Besiedlung des Weltalls:

    http://www.taz.de/!5440467/

    wobei der grün-alternative Kritiker der taz in seinem so hilflosen wie aggressiv-polemischen und damit hochambivalenten Weltuntergangsfatalismus („Unsterblichkeitswahn", „steinreiche Irre", Fortschrittsglaube als Irrsin, „Untergehen, aber mit Würde!", „idiotische Verheiligung der Zahlen" u.ä.) eine höchst anschauliche und zugleich unfreiwillig komische Illustration für die fulminante Prognose in Luigi De Marchis Klassiker 'Der Urschock - Unsere Psyche, die Kultur und der Tod' von 1988 liefert, nach der der naturalistisch-ökologische Millenarismus noch aussichtsloser sei als der historische:

    „Inzwischen scheinen viele Marxisten auf die Krise der revolutionären Mythen mit der Flucht in den ökologischen Radikalismus zu reagieren.

    Wie wir im Kapitel „Die philosophische Abwehr" sehen werden, war diese Reaktion aus psycho-existentieller Sicht durchaus vorhersehbar, denn neben dem revolutionären war der naturalistische der andere große heilsgeschichtliche Mythos, mit dem das moderne Denken versuchte, die religiösen Millenarismen zu ersetzen. Aber dieser Mythos steht auf einem noch schwankenderen Boden als der revolutionäre. Um ihn zu zerstören, bedarf es nicht einmal des Urteils der Geschichte, dem schließlich die revolutionären Mythen erliegen. Es genügt die tägliche Beobachtung der Schrecken des mors tua vita mea, des Prinzips, auf das alles natürliche Leben sich stützt, oder die persönliche Erfahrung der Krankheit oder des Todes einer geliebten Person, der sich kein Ökologist auf Dauer entziehen kann."

    (S. 92, im Kapitel über „Die politische Abwehr" (der Todesangst). „Mors tua vita mea" = „Dein Tod ist mein Leben")

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