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Topnews 2012: Hundert Jahre Glück

Für manchen ist die Rente mit 67 das Ende der sozialstaatlichen Menschlichkeit. Doch dahinter steckt auch ein wirkliches Glück: ein immer längeres und gesünderes Leben. Autor: Björn Schwentker ----- Weiter zum Artikel auf Freitag-Online vom 12.06.12

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  1. Der Autor hat diesen Text auch schon im März in seinem Demografie-Blog und im Fortschrittsforum der Friedrich-Ebert- und weiterer Stiftung(en) veröffentlicht, plus weiterer Erläuterungen auf entsprechende Nachfragen. Mehr über Björn Schwentker erfährt man zudem aus einem entsprechenen Wikipedia-Eintrag.

    Die teils heftig polemischen Kommentare auf Freitag-Online deuten erneut an, mit welchen konkreten Widerständen die Ausrichtung auf extreme Langlebigkeit rechnen muß. Die Ironie besteht hier allerdings darin, daß die Kritiker gar nicht merken, wie nah der Autor inhaltlich bei ihren Positionen ist, wenn er grundlegende Veränderungen gerade auch auf dem Gebiet der Arbeits(zeit)organisation anmahnt. Eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit bei gleichzeitiger Absenkung der Wochenarbeitszeit wäre jedenfalls etwas fundamental anderes als ohne Wochenarbeitszeitverkürzung! Inwiefern eine solche Forderung politisch naiv ist, wäre wiederum eine ganz andere Frage, wobei Schwentker hier sowieso nur etwas aufgreift, was Prof. Vaupel vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock - für das er als freier Mitarbeiter arbeitet - schon lange propagiert.

    Es gibt einfach in Teilen der kritischen Linken eine pessimistisch-destruktive Grundhaltung, die immer nur das Beklagenswerte bejammern aber nie Brücken und Wege zur seiner Überwindung aufzeigen kann. Richtig sind allerdings die Hinweise, daß Schwentkers Perspektive bislang nur für privilegiertere Teile der Beschäftigten (Akademiker, Wissenschaftler, Journalisten...) attraktiv erscheint. Für eine Mehrheit der Menschen ist eine Ausdehnung der Lebensarbeitszeit dagegen noch keine positive Vision, wie auch die anhaltenden Kontroversen um die Rente mit 67 belegen, um so wichtiger sind daher grundlegende Reformen der Arbeitsbedingungen inclusive der Reduzierung der Wochenarbeitszeit.

    Siehe auch den Eintrag von heute: "Sie altern in einem rasanten Tempo"

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