FOREVER TV
"This house wants to defeat ageing entirely"
Podiumsdiskussion zwischen Aubrey de Grey und Professor Colin Blakemore an der Universität Oxford, 25. April 2012, Teil 1, ca. 50 Minuten:
(Teil 2, Diskussion mit dem Publikum, ca. 67 Minuten)
LITERATUR
Einführungen, populäre Übersichten, natur- und geisteswissenschaftliche Fachbücher, medizinische Ratgeber usw. sowie Romane und Filme zum Langlebigkeits- und Unsterblichkeitsthema findet man im FOREVER-Buchshop. Der Shop enthält zur Zeit rund 200 Bücher und DVDs in sechs Hauptrubriken und wird in unregelmässigen Abständen erweitert.
ÜBER FOREVER
Das FOREVER-Online-Magazin informiert seit Herbst 2003 über alle Bereiche körperlicher Langlebigkeit und physischer Unsterblichkeit: von der biomedizinischen Alternsforschung und konventionellen Anti-Aging-Medizin, über politische, soziale und psychologische Aspekte bis hin zu philosophischen, religiösen und allgemein weltanschaulichen Fragestellungen. Der Überwindung des Alterungsprozesses kommt naturgemäss zwar sowohl inhaltlich wie symbolisch eine besondere Bedeutung zu, aber da es eine Vielzahl alternsunabhängiger Todesursachen gibt, werden andere existentielle Bedrohungen hier ebenfalls regelmässig behandelt.
Laut repräsentativer EMNID-Umfrage vom Winter 2009 kann sich rund 10% der deutschen Bevölkerung vorstellen, ewig auf diesem Planeten zu leben. Weitere 4% der Menschen möchten gerne 300 Jahre bzw. 150 Jahre alt werden. Das ist - insbesondere im Vergleich mit der Zahl der traditionell-religiösen Unsterblichkeitsanhänger - einerseits noch eine kleinere Minderheit, in absoluten Zahlen gerechnet sind es immerhin heute schon über zehn Milionen Menschen allein in Deutschland, die das Ideal der extremen Langlebigkeit zumindest grundsätzlich teilen.
Über die Zuordnung von Inhalten zu den einzelnen Unterrubriken dieses Magazins erfährt man hier genaueres. Einen einführenden Überblick zu seinen verschiedenen Kernthemen findet man dagegen in dem Text Der Wunsch nach Unsterblichkeit von Mai 2009.
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Präparate gegen das Altern haben zum Teil lebensgefährliche Nebenwirkungen. Autor: Justine Kocur ----- Weiter zum Artikel der Westdeutschen Zeitung-Online vom 29.08.08
Die Warnungen vor schädlichen Nebenwirkungen von Anti-Aging-Präparaten sind prinzipiell so sinnvoll wie notwendig. Lächerlich wird es allerdings immer dann, wenn man sie einseitig zuspitzt, ohne ihre behauptete oder tatsächliche Hauptwirkung zu erwähnen bzw. wenn die krankmachenden Folgen des normalen Alterungsprozesses verschwiegen oder verharmlost werden. Präparate gegen das Altern bzw. ihre falsche Anwendung mögen zum Teil tatsächlich lebensgefährliche Nebenwirkungen haben, aber das Altern selbst hat AUF JEDEN FALL tödliche 'Hauptwirkungen'!
Interessant ist allerdings auch ein häufig in diesem polemischen Zusammenhang auftretender typischer Widerspruch, denn man will zwar vor vermeintlich falschen oder überflüssigen Mitteln warnen und predigt manchmal bewußt, meistens unbewußt die Hinnahme des Alterns, aber das dramatisierte Warnkriterium ist ja selbst wieder die Lebensgefahr. Eben: man kann nicht vor Lebensgefahren warnen, ohne auf einer Meta-Ebene selbst zu den Lebensverlängerern zu gehören, und so dienen selbst Kritiker der Langlebigkeit in ihren Ausblendungen und emotionalen Konfusionen noch der Sache, in dem sie eine Art Qualitätsmanagement in Bezug auf praktisch-therapeutische Strategien befördern. Konkret wären jedenfalls immer die zeitlich abgestuften Folgen von Haupt- und potentiellen Nebenwirkungen genau gegeneinander abzuwägen, soll heißen: sehr langfristig zu erwartende oder eher geringe Nebenwirkungen sind in dem Maße zu vernachlässigen, wenn die durchschnittliche Lebenserwartung des jeweils betroffenen sowieso viel kürzer ist. Der einseitige Kritiker, der dagegen immer nur potentiell schädliche Nebenwirkungen hervorhebt, tut ironischerweise dagegen so, als seien die Menschen schon unsterblich!...