Online-Magazin für Physische Unsterblichkeit

Lebensverlängernde Maßnahmen

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Noch ist der Jungbrunnen nicht gefunden. Forscher suchen nach den Faktoren, die beim Menschen den Alterungsprozess verlangsamen. Autor: Jörg Auf dem Hövel ----- Weiter zum Artikel auf heise.de/Telepolis vom 09.09.08

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  1. Dieser Artikel ist eine Ergänzung zur kürzlichen Meldung 'Rätsel der Unsterblichkeit' und hebt vor allem bestimmte Erkenntnisgrenzen hervor, die sich aus den in der experimentellen Biogerontologie so verbreiteten Tierversuchen ergeben. Zwar ist der Weg über Tierversuche aus rein praktischen Gründen einerseits so selbstverständlich wie rational, weil der Mensch auch mit anderen Säugetieren oder weniger komplexen Lebensformen grundlegende körperliche Mechanismen teilt und kurzlebigere Tiere schnellere Ergebnisse liefern als der langlebige Mensch, von ethischen Problemen einer klinischen Forschung am Menschen ganz zu schweigen. Andererseits beschleicht einen sehr oft der Verdacht, daß die Wissenschaftler über diese Vorteile die wesentlichen Nachteile und Beschränkungen einer solchen methodischen Herangehensweise schnell aus den Augen verlieren und insbesondere die biologisch-evolutionäre Sonderstellung des Lern-, Sprach- und Geistwesen Mensch übersehen, den immerhin schon einige Millionen Jahre Entwicklung nur von seinen nächsten Anverwandten im Tierreich trennen.

    Anders gesagt: so sehr der Mensch bestimmte Alterungsmechanismen mit anderen Organismen gemeinsam hat, so sehr muß man aber auch von einem entscheidenden „Rest" seiner Körper- und Alterungsprozesse ausgehen, die nur und ausschließlich für ihn Geltung besitzen. Das Problem der begrenzten Übertragbarkeit von im Tierversuch gewonnenen Ergebnisse auf den Menschen dürfte sich dabei vor allem aber auf der Ebene des Zeithorizonts negativ auswirken, also auf die für so viele Menschen alles entscheidende Frage, WANN (genau!) man mit einer effektiven, nebenwirkungsarmen und allgemein bezahlbaren Therapie gegen das Altern rechnen kann! Wenn dann noch das vehemente Plädoyer z.B. für den 'Modellorganismus' Maus primär unter marketingstrategischen Gesichtspunkten erfolgt, wie man desöfteren bei Aubrey de Grey den Eindruck gewinnt, versteht man schnell, daß verschiedene Optionen innerhalb der biomedizinischen Alternsforschung keineswegs von rein sachlich-wissenschaftlichen Fakten bestimmt werden sondern von sekundären bzw. wissenschaftsferneren Aspekten, in die durchaus angreifbare Interprationen der verschiedensten Art miteingehen. (Als ob z.B. ein lebensverlängernder Erfolg im Mausexperiment tatsächlich AUTOMATISCH eine kollektive Hinwendung zur Alternsforschung samt öffentlicher Finanzierung zur Folge hätte usw.)


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