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Körber-Preis für die Unsterblichkeits-Forscherin

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Um Unsterblichkeit und ein Enzym, das unsterblich machen kann, ging es gestern im Großen Festsaal des Rathauses vor 600 faszinierten Gästen. Die Körber-Stiftung, die sich als "Forum für Impulse" sieht, überreichte den mit 750 000 Euro dotierten Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft ("Hamburgs Nobel-Preis") an die in Spanien geborenen Molekularbiologin Maria Blasco (43), deren Pionierarbeiten und Erkenntnisse neuartige Krebstherapien versprechen und helfen könnten, das Lebensalter von Zellen, und damit womöglich auch das des Menschen, zu verlängern. Weiter zur Meldung des Hamburger Abendblatts schon vom 09.09.08

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  1. In dieser kurzen Meldung geht ja einiges durcheinander. Telomerase spielt nur in der Teilung von Krebszellen eine wichtige Rolle, nicht bei der Zellteilung überhaupt, wie sich normale Zellen auch ohne Telomerase am Leben erhalten. Da die Telomerase-Expression in Krebszellen zur unbegrenzten Teilungsfähigkeit und damit zum Wuchern des Krebs führt, würde man sie gerne dort und ganz gezielt behindern. In normalen und alternden Körperzellen, deren Telomere mit jeder Zellteilung kürzer werden, sieht es aber ganz anders aus. Hier würde man gerne umgekehrt Telomerase zuführen, damit die Lebensdauer von normalem und gesundem Zellgewebe durch fortgesetzte Teilung verlängert wird. Der Antagonismus Krebs versus Altern ist dabei wissenschaftlich noch nicht wirklich geklärt, hat aber in der Vergangenheit schon zu vielerlei Spekulationen und Hypothesen Anlass gegeben, wie ja die Molekularbiologin Maria Blasco auch nicht zufällig für ihre Arbeit ausgezeichnet wird, die genau in diesem Grenz- oder Überschneidungsbereich angesiedelt ist. Wie eine kurze und korrekte Meldung zur Preisverleihung aussehen kann, war übrigens schon hier im August-Heft der 'Bild der Wissenschaft' zu lesen.


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