Posting des Monats:
„(...) Most people in the various transhumanist movements will attack anybody who points out problems, questions assumptions, or disbelieves any hype. There seems to be a PR/advertising mentality within these movements that cannot admit failure, delay, or even questions. This mentality believes that only the positive should be presented. Questions about accuracy, safety, inevitability, or speed of future developments are seen as attacks on the movement, and immediately attacked."
(ImmInst-Mitglied Harvey Newstrom am 06.08.08 im Forum des Immortality-Instituts in einem Diskussionsstrang über den charismatischen Kryonik-Aktivist und früheren Präsident der Firma Alcor Mike Darwin, der in einem kürzlichen Vortrag in London grundlegende Probleme der kryonischen Bewegung herausstellte und dafür anscheinend auf wenig Gegenliebe stösst. Übersetzung und Anmerkungen dazu, siehe hier im Kommentarbereich.)
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„(...) Die meisten Leute in den verschiedenen transhumanistischen Bewegungen greifen jeden an, der Probleme herausstellt, Annahmen in Frage stellt oder nicht an den aktuellen Hype glaubt. Es scheint da eine Markteting-Mentalität innerhalb dieser Bewegungen zu existieren, die keinerlei Versagen, Aufschub oder auch nur Fragen akzeptieren könnte. Diese Mentalität glaubt, daß nur das positive präsentiert werden sollte. Fragen nach der Genauigkeit, Sicherheit, Zwangsläufigkeit oder der Geschwindigkeit zukünftiger Entwicklungen werden als Angriffe auf die Bewegung selbst angesehen und sofort attackiert."
Die Stichhaltigkeit von Darwins Argumenten bezüglich des kryonischen Ansatzes sei hier dahingestellt, aber setzt man jedesmal in seinen Ausführungen an Stelle von 'Kryonik' das Wort UNSTERBLICHKEIT, dann werden die Größe und die Schwierigkeiten des geforderten kollektiven Paradigmenwechsels sofort plausibel. Ein 'Aufruhr' allerdings gegen die allgemeine Hinnahme des scheinbar tödlich Unveränderlichen, wie von Darwin verlangt, führt mit Sicherheit in die Irre. Eine solche Haltung legt den Akzent bloß wieder auf die sekundären zwischenmenschlichen Todesursachen, während die primären und natürlichen nicht verdrängte und projizierte Aggression rivalisierender verfeindeter Gruppen sondern zugespitzte menschliche Solidarität und Kreativität zu ihrer Überwindung verlangen! Siehe dazu auch den kürzlichen Kommentar zum Themenkomplex Nationalismus, Tod und Unsterblichkeit.