Das Geheimnis der Anti-Aging-Gene
Ein ambitioniertes Projekt, bei dem die DNA von 1000 Personen untersucht wird, die bis ins hohe Alter auffällig gesund sind, soll erstmals Licht auf Genomvariationen werfen, die diese Menschen davor schützen, an Herzproblemen, Krebs, Diabetes oder anderen im Alter oft vorkommenden Leiden zu erkranken. Statt sich auf Gene zu konzentrieren, die das Krankheitsrisiko erhöhen, wollen die Forscher diesmal nur die betrachten, die bereits früher mit Gesundheit und Langlebigkeit in Verbindung gebracht wurden. Autor: Emily Singer ----- Weiter zum Artikel auf Technology Review-Online schon vom 01.08.08
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Es sei auch noch auf die Kommentare auf heise.online zu dieser Meldung hingewiesen, die im Gegensatz zum eigenen Forum auf Technology Online mit nur einer Handvoll Beiträgen über 80 Einträge in ca. einem Dutzend Einzelstränge versammeln. Unter der Überschrift 'Überschätzt' schrieb ein Teilnehmer in einem Unterstrang dort folgendes:
"Das Thema hat eine gewisse Relevanz, wird aber überschätzt.
Wer sich um die Basics kümmert hat viel gewonnen
1) Regelmäßige körperliche Bewegung
2) (...)
3)
4)
Das ist für jeden relativ einfach und ohne Hightec zu verbessern.
Erst danach kümmere dich um die dinge, die mit hohem Aufwand einen
kleinen Zusatznutzen haben.
(...)"
Besonders die Schlußbemerkung ist hier das entscheidende, da darin die richtige Prioritätensetzung zum Ausdruck kommt. Das naheliegendste, längst machbare und allgemein verfügbare kommt zuerst - und dessen Verwirklichung ist unter Umständen immer noch schwer genug - dann kann man sich den außergewöhnlichen Hightech-Projekten z.B. im Rahmen der Biogerontologie oder der biomedizinischen Grundlagenforschung zuwenden. Wer diese Reihenfolge umdreht und permanent nur über „BioKryoNano" oder den Fortschritt der Computerleistung spekuliert, stellt Erwartungen an den medizinisch-technischen Fortschritt, die dieser schon aus prinzipiellen Gründen nie erfüllen kann: Stammzellforschung kann keine Kriege abschaffen, Nanotechnologie nicht mangelndes Gesundheitsbewußtsein kompensieren, bessere Medizin insgesamt nicht das Lebensglück garantieren etc.pp. Er kommt damit auch zu völlig verzerrten Einschätzungen sowohl was den wissenschaftlichen Fortschritt selbst angeht, weil seine Spekulationen zutiefst irrationale Elemente enthalten, die nur psychologisch erklärbar sind und sich keineswegs aus dem Sachgebiet selbst ableiten, als auch in der Beurteilung der Mobilisierungschancen des ganz überwiegenden Teils der Bevölkerung bzw. der dazu notwendigen Mittel, Methoden und Strategien. Millionen wollen schliesslich heute schon 100 Jahre und sehr viel älter werden, aber damit sie sich diesen Wunsch verstärkt eingestehen, sich ihm zuwenden und ihn mit tieferer Relevanz und verstärkten Handlungsbereitschaften versehen, brauchen sie geistige Angebote und soziale Zusammenhänge, die ihren konkreten Lebensumständen im hier und jetzt angemessen Rechnung tragen.